Dwayne „The Rock“ Johnson gehört zu den bekanntesten US-amerikanischen Entertainern der Gegenwart. Weltruhm erlangte er als Wrestler, ehe er als Actionheld Hollywood eroberte. Heute ist er Schauspieler, Produzent und Unternehmer – und zeigt öffentlich immer wieder, dass er trotz seines muskulösen Auftretens ein Familienmensch mit weichem Kern ist. Sein Weg vom Sohn eines Wrestlers zum globalen Star ist eine Geschichte aus Sport, Disziplin und geschickter Selbstvermarktung.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Geburtsname: Dwayne Douglas Johnson
- Geburtstag: 2. Mai 1972
- Geburtsort: Hayward, Kalifornien, USA
- Spitzname: The Rock
- Berufe: Wrestler, Schauspieler, Produzent und Unternehmer
- Durchbruch als Wrestler: ab 1996 bei der WWF/WWE; Künstlername „The Rock“ ab 1997
- Filmdebüt: 2001 in „Die Mumie kehrt zurück“
- Prägende Filmrolle: Luke Hobbs in der „Fast & Furious“-Reihe ab 2011
- Ehe: 1998–2007 mit Dany Garcia verheiratet; seit 2019 mit Lauren Hashian verheiratet
- Kinder: Simone, Jasmine und Tiana Gia
- Soziales: Unterstützung für Black Lives Matter, Make-A-Wish und SAG-AFTRA; HCA Trailblazer Award 2021
Herkunft, Kindheit und frühe Prägungen
Dwayne Douglas Johnson wurde am 2. Mai 1972 in Hayward, Kalifornien, geboren. Sein Vater war der bekannte Wrestler Wade Douglas Bowles, besser bekannt als Rocky Johnson. Seine Mutter Ata Maivia stammt aus einer samoanischen Wrestling-Familie. Diese doppelte Prägung – afrokanadische und samoanische Wurzeln sowie das Wrestling als Familiengeschäft – begleitete Johnson von Kindheit an. Er verbrachte einen Teil seiner frühen Jahre auf Hawaii und lebte zeitweise auch in Neuseeland, bevor er nach Miami zog. Dort besuchte er die High School und entdeckte seine Leidenschaft für American Football.
Johnson studierte an der University of Miami Kriminologie und spielte für das Football-Team der Universität. Er galt als talentierter Defensive Tackle und gehörte 1991 zum Kader, der die nationale College-Meisterschaft gewann. Eine Knieverletzung machte jedoch eine Profikarriere im Football unwahrscheinlich. Nachdem er bei den Calgary Stampeders keinen festen Platz gefunden hatte, entschied er sich, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
Vom Football zum Wrestling
1996 verpflichtete die World Wrestling Federation, die heutige WWE, Johnson. Zunächst trat er als Rocky Maivia an, eine Mischung aus den Namen seines Vaters und seines Großvaters. Der Durchbruch als „The Rock“ folgte 1997. Mit seinem charismatischen Auftreten, markigen Sprüchen und seiner Fähigkeit, Publikum zu unterhalten, wurde er zu einem der erfolgreichsten Wrestler weltweit. Er gewann zahlreiche Titel, darunter mehrfach die WWE Championship, und wurde zu einer zentralen Figur der Attitude-Ära. Seine Wrestlingshow „The Rock“ machte ihn über die Grenzen des Sports hinaus bekannt.
Die Wrestling-Karriere war für Johnson mehr als eine sportliche Laufbahn. Sie lehrte ihn, vor großen Menschenmengen zu sprechen, Geschichten zu erzählen und eine Rolle glaubhaft zu verkörpern. Diese Fähigkeiten erwiesen sich später im Film als entscheidender Vorteil. Auch nach seinem Rückzug aus dem aktiven Wrestling blieb er dem Business verbunden und trat immer wieder für große Events auf, zuletzt etwa bei WWE-Shows im Jahr 2024.
Der Weg nach Hollywood
Die Filmindustrie wurde früh auf Johnson aufmerksam. 1999 hatte er einen Gastauftritt in der Sitcom „Die wilden Siebziger“. Sein eigentliches Filmdebüt folgte 2001 mit „Die Mumie kehrt zurück“, in dem er den Skorpionkönig Mathayus spielte. Die Figur kam beim Publikum so gut an, dass 2002 mit „The Scorpion King“ ein eigenes Prequel folgte. Damit war Johnson endgültig in Hollywood angekommen.
In den folgenden Jahren etablierte er sich als gefragter Actiondarsteller. Er spielte in Filmen wie „Die etwas anderen Cops“ an der Seite von Mark Wahlberg, „G.I. Joe – Die Abrechnung“ neben Channing Tatum und Bruce Willis sowie in Abenteuer- und Komödien wie „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“, „Zahnfee auf Bewährung“ und „Baywatch“. Seine wohl prägendste Filmrolle erhielt er 2011 mit „Fast & Furious Five“: Als Polizist Luke Hobbs jagte er zunächst die Hauptfiguren, gespielt von Paul Walker und Vin Diesel, verbündete sich später aber mit ihnen. Von Teil fünf bis acht war Johnson fester Bestandteil der Reihe und wurde zu einem der wichtigsten Zugpferde des Franchise.
Mit „Jumanji: Willkommen im Dschungel“, „Red Notice“ und „Black Adam“ folgten weitere große Produktionen. Johnson verkörpert dabei häufig den starken, entschlossenen Helden, der zugleich Humor und Selbstironie zeigen kann. Diese Mischung machte ihn für ein breites Publikum attraktiv. Er ist heute einer der beliebtesten und kommerziell erfolgreichsten US-amerikanischen Schauspieler.
Privatleben und Familie
Von 1998 bis 2007 war Dwayne Johnson mit seiner Managerin Dany Garcia verheiratet. Aus dieser Ehe stammt seine Tochter Simone. Kurz nach der Trennung lernte er Lauren Hashian kennen, die er im August 2019 heiratete. Gemeinsam haben sie zwei Töchter, Jasmine und Tiana Gia. Johnson zeigt sich in der Öffentlichkeit immer wieder als liebevoller Vater und Familienmensch. Er teilt private Einblicke in soziale Netzwerke, spricht über seine Kinder und macht deutlich, dass Familie für ihn einen hohen Stellenwert hat. Von seinen Nichten und Neffen wird er liebevoll Onkel DJ genannt.
Sein öffentliches Bild ist das eines Mannes, der zwischen hartem Actionhelden und warmherzigem Familienvater pendelt. Diese Doppelrolle ist Teil seiner Marke geworden. Ob Geburtstagsüberraschung für die Töchter oder Gesangseinlage für seine Frau – Johnson inszeniert sich als nahbarer Star, der trotz enormer Popularität den Eindruck vermittelt, ein normales Familienleben zu führen. Zu seinem Freundeskreis und zu Kollegen pflegt er ebenfalls ein loyal geprägtes Verhältnis.
Soziales Engagement und gesellschaftliche Positionen
Johnson engagiert sich seit vielen Jahren für soziale und medizinische Einrichtungen. Während der Corona-Pandemie spendete er wiederholt an soziale Projekte und Gesundheitseinrichtungen. Seit Längerem unterstützt er die Black-Lives-Matter-Bewegung sowie die Make-A-Wish-Stiftung, die kranken Kindern Wünsche erfüllt. 2021 ehrte ihn die Hollywood Critics Association mit dem Trailblazer Award. Der Preis wird an Schauspieler und Filmemacher vergeben, die sich für sozialen Wandel einsetzen.
Während des Schauspielerstreiks 2023, der die US-Unterhaltungsbranche weitgehend lahmlegte, spendete Johnson eine große Summe an die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA. Der Betrag soll im siebenstelligen Bereich gelegen haben. Damit half er, dass Schauspieler in einer Phase der Arbeitsniederlegung ihre Familien versorgen konnten. Sein Engagement wird in der Branche als Zeichen der Solidarität gewertet. Johnson nutzt seine Reichweite auch, um auf gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen, ohne dabei seine Unterhaltungsrolle vollständig aufzugeben.
Filmografie in Auszügen
- 2001: „Die Mumie kehrt zurück“
- 2002: „The Scorpion King“
- 2007: „Daddy ohne Plan“
- 2010: „Zahnfee auf Bewährung“
- 2011: „Fast & Furious Five“
- 2013: „G.I. Joe – Die Abrechnung“
- 2013: „Pain & Gain“
- 2014: „Hercules“
- 2015: „San Andreas“
- 2017: „Baywatch“
- 2017: „Jumanji: Willkommen im Dschungel“
- 2021: „Red Notice“
- 2022: „Black Adam“
Auszeichnungen und Anerkennung
Johnson erhielt im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen. 2011 gewann er den Guys Choice Award in der Kategorie Biggest Ass Kicker. 2013 folgte der Nickelodeon Kids Choice Award als Lieblings-Verklopper für „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“. 2016 wurde er bei den People's Choice Awards als Favorite Cable TV Actor für die Serie „Ballers“ geehrt. 2017 erhielt er eine Nominierung bei den NAACP Image Awards für seine Sprechrolle in „Vaiana“. Im selben Jahr wurde Johnson mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet – eine Anerkennung für seine Bedeutung als Entertainer. 2021 kam der Trailblazer Award der Hollywood Critics Association hinzu.
Source: bild.de News