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Gal Gadot macht im Netflix-Kracher «Heart of Stone» James Bond Konkurrenz Ihr Name ist Stone, Rachel Stone

Oct 18, 2026  Twila Rosenbaum  14 views
Gal Gadot macht im Netflix-Kracher «Heart of Stone» James Bond Konkurrenz Ihr Name ist Stone, Rachel Stone

Gal Gadot betritt in «Heart of Stone» ein Terrain, das jahrzehntelang von Männern dominiert wurde: den internationalen Spionage-Actionfilm. Als Agentin Rachel Stone gerät sie in einen globalen Konflikt um eine geheime Technologie, die ganze Staaten und Märkte aus dem Gleichgewicht bringen kann. Der Netflix-Film setzt auf rasante Verfolgungsjagden, spektakuläre Stunts und Schauplätze auf mehreren Kontinenten. Im Zentrum steht jedoch eine Figur, die nicht als weibliche Kopie von James Bond angelegt ist, sondern als eigenständige Heldin innerhalb eines verschachtelten Agentenuniversums.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Titel: Heart of Stone
  • Genre: Spionage-Actionthriller
  • Regie: Tom Harper
  • Drehbuch: Greg Rucka und Allison Schroeder
  • Hauptbesetzung: Gal Gadot, Jamie Dornan, Alia Bhatt, Sophie Okonedo und Matthias Schweighöfer
  • Produktion: Gal Gadot fungiert auch als Produzentin
  • Start: 11. August 2023 auf Netflix
  • Laufzeit: rund 122 Minuten
  • Budget: Berichten zufolge rund 130 Millionen US-Dollar
  • Schauplätze: Südtirol, Senegal, London, Reykjavik und Lissabon
  • Zentrale Organisation: Charter
  • Zentrale Bedrohung: das Herz, eine mächtige KI-Waffe

Der Film erzählt von Rachel Stone, die nach außen als MI6-Agentin arbeitet und zugleich Teil einer geheimen Friedensorganisation namens Charter ist. Diese Organisation agiert im Verborgenen und verfolgt das Ziel, globale Konflikte zu entschärfen, bevor sie eskalieren. Rachel Stone ist eine der besten Agentinnen dieses Netzwerks. Ihre Aufgabe besteht darin, gefährliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. Als jedoch die wichtigste Waffe der Organisation gestohlen wird, gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken.

Rachel Stone und die Organisation Charter

Die Figur Rachel Stone ist bewusst als moderne Agentin konzipiert. Sie ist körperlich fit, taktisch geschult und zugleich Teil eines Teams, das auf vertrauliche Informationen und technologische Überlegenheit setzt. Charter wird als eine Art unsichtbare Weltpolizei beschrieben, die nicht an nationale Grenzen gebunden ist. Das macht die Organisation mächtig, aber auch angreifbar. Denn wer ihre Technologie kontrolliert, kann politische und wirtschaftliche Prozesse weltweit beeinflussen. Rachel Stone steht damit von Beginn an unter Druck: Sie muss nicht nur gegen sichtbare Gegner kämpfen, sondern auch gegen ein System, das von innen heraus gefährdet werden kann.

Die Geschichte gewinnt an Dynamik, als die Hackerin Keya Dhawan, gespielt von Alia Bhatt, die wertvollste Waffe von Charter stiehlt. Diese Waffe trägt den Namen das Herz und ist eine hochentwickelte künstliche Intelligenz. Sie kann nach Darstellung des Films unter anderem Aktienmärkte zusammenbrechen lassen und Flugzeuge abstürzen. Damit wird ein klassisches Spionagemotiv aufgegriffen: Eine einzelne Technologie wird zum Kristallisationspunkt einer globalen Bedrohung. Rachel Stone muss alles daran setzen, die Hackerin zu stoppen und das Herz zurückzugewinnen, bevor es für Angriffe missbraucht werden kann.

Das Herz als zentrale Bedrohung

Das Herz ist mehr als ein MacGuffin, also ein bloßer Anlass für die Handlung. Es symbolisiert die wachsende Macht von Daten, Algorithmen und vernetzten Systemen. In einer Welt, in der Börsen, Verkehrsnetze und Kommunikationswege voneinander abhängen, wird eine solche Technologie zur potenziellen Waffe gegen die gesamte Infrastruktur. Der Film nutzt dieses Szenario, um Spannung zu erzeugen und die Frage aufzuwerfen, wer eigentlich die Kontrolle über derart mächtige Systeme haben sollte. Rachel Stone agiert dabei nicht als unbesiegbare Superheldin, sondern als Agentin, die Entscheidungen unter Zeitdruck treffen muss.

Die Figur ist in ein Ensemble eingebettet, zu dem unter anderem Jamie Dornan als Parker, Sophie Okonedo als Nomad und Matthias Schweighöfer als Jack of Hearts gehören. Diese Konstellation erinnert an klassische Agententeams, in denen unterschiedliche Fähigkeiten und Loyalitäten aufeinandertreffen. Zugleich setzt der Film einen Schwerpunkt auf Frauenfiguren: Neben Gal Gadot spielt Alia Bhatt eine zentrale Gegenspielerin, und Sophie Okonedo verkörpert eine Führungsfigur innerhalb der Organisation. Damit unterscheidet sich Heart of Stone von vielen älteren Genrevertretern, in denen Frauen oft nur als Begleitung oder als Randfiguren auftraten.

Globale Schauplätze und aufwendige Action

Wie bei James Bond werden auch in Heart of Stone internationale Schauplätze bewusst als Teil der Inszenierung eingesetzt. Die Handlung führt unter anderem an eine Gletscherbahn in Südtirol, in die Wüste Senegals, nach London, Reykjavik und Lissabon. Diese Orte dienen nicht nur als Kulisse, sondern strukturieren die Handlung und verstärken das Gefühl einer globalen Bedrohung. Verfolgungsjagden, Explosionen und Szenen in schwindelerregender Höhe gehören zum festen Repertoire des Films. Dabei setzt die Produktion auf praktische Stunts und aufwendige Actionsequenzen, die den Vergleich mit etablierten Agentenreihen nahelegen.

Der Film wurde bei seiner Veröffentlichung als einer der bis dahin größten Agenten-Actionfilme des Streamingdienstes beworben. Das Budget von rund 130 Millionen US-Dollar ermöglichte aufwendige Dreharbeiten an mehreren internationalen Standorten. Gal Gadot war nicht nur als Hauptdarstellerin, sondern auch als Produzentin an dem Projekt beteiligt. Diese Doppelrolle unterstreicht ihren Einfluss auf die Entwicklung des Stoffes. Sie hat in Interviews betont, dass es ihr nicht darum ging, James Bond oder Ethan Hunt den Rang abzulaufen. Vielmehr wollte sie eine eigenständige Figur etablieren und eine Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählen.

Gal Gadot: Von Wonder Woman zur Produzentin

Gal Gadot wurde international vor allem durch ihre Rolle als Wonder Woman bekannt. Nach dem weltweiten Erfolg des ersten Wonder-Woman-Films habe sie erkannt, dass ein großes Publikum für Actionfilme mit Frauen in der Hauptrolle existiert, erklärte sie in einem Interview. Dieses Selbstbewusstsein habe ihr geholfen, selbst einen Film in diesem Genre zu entwickeln. Heart of Stone ist damit auch ein Beispiel dafür, wie Schauspielerinnen zunehmend als Produzentinnen Einfluss auf Projekte nehmen und Figuren mitgestalten, die über traditionelle Nebenrollen hinausgehen.

Gadots Karriere ist eng mit dem Wandel des Actionkinos verbunden. Als ehemalige Soldatin und Model brachte sie eine körperliche Präsenz mit, die sie für Actionrollen prädestinierte. Nach Auftritten in der Fast-and-Furious-Reihe und als Wonder Woman wurde sie zu einer der bekanntesten Darstellerinnen des Genres. In Heart of Stone verbindet sie diese Erfahrung mit einer Figur, die weniger über übermenschliche Kräfte als über Training, Intelligenz und Teamarbeit definiert wird. Rachel Stone ist keine Superheldin, sondern eine Agentin, die in einem komplexen System aus Geheimdiensten, privaten Organisationen und technologischen Bedrohungen navigieren muss.

Ein neues Kapitel für weibliche Actionheldinnen

Der Vergleich mit James Bond und Mission Impossible ist naheliegend, weil Heart of Stone viele Versatzstücke dieser Reihen übernimmt: geheime Organisationen, globale Verschwörungen, technologische Superwaffen und spektakuläre Schauplätze. Entscheidend ist jedoch die Verschiebung der Perspektive. Die Heldin steht nicht allein gegen eine feindliche Welt, sondern ist Teil eines Netzwerks, in dem Loyalitäten und Verantwortlichkeiten neu ausgehandelt werden. Das erinnert an neuere Entwicklungen im Genre, in denen Teamstrukturen und weibliche Figuren stärker in den Vordergrund rücken.

Der Film reiht sich damit in eine breitere Bewegung ein, die seit den 2010er-Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Produktionen wie Wonder Woman, Atomic Blonde oder The Old Guard haben gezeigt, dass Actionfilme mit Frauen in Hauptrollen international erfolgreich sein können. Heart of Stone knüpft an diese Entwicklung an und verbindet sie mit dem Streamingformat. Für Netflix ist der Film Teil einer Strategie, mit bekannten Stars und aufwendigen Genrefilmen ein globales Publikum zu erreichen. Dass Heart of Stone in mehreren Ländern, darunter die Schweiz, die Netflix-Charts anführte, zeigt, dass dieses Modell auf Resonanz stößt.

Rezeption und Einordnung

Die Kritiken fielen gemischt aus. Gelobt wurden die aufwendigen Actionsequenzen, die internationale Besetzung und die Präsenz von Gal Gadot. Kritisiert wurde unter anderem, dass die Handlung vertraute Muster des Agentengenres bedient und die technologische Bedrohung eher als Kulisse denn als eigenständiges Thema entfaltet. Dennoch lässt sich der Film als wichtiger Baustein innerhalb der aktuellen Genreproduktion lesen. Er zeigt, wie Streamingdienste klassische Stoffe aufgreifen und für ein internationales Publikum neu zusammensetzen.

Besonders deutlich wird dies an der Figur Rachel Stone selbst. Sie ist keine naive Anfängerin und keine unfehlbare Heldin, sondern eine erfahrene Agentin, die Fehler macht, Vertrauen hinterfragt und Verantwortung übernimmt. Diese Mischung aus Verletzbarkeit und Entschlossenheit macht sie für das Genre anschlussfähig. Gleichzeitig bleibt der Film den Erwartungen an spektakuläre Action verpflichtet. Die Mischung aus realen Drehorten, aufwendigen Stunts und einer globalen Bedrohung sorgt dafür, dass Heart of Stone als klassischer Agentenfilm funktioniert, auch wenn er eigene Akzente setzt.

Mit Gal Gadot als Produzentin und Hauptdarstellerin markiert der Film zudem einen Schritt in der Karriere der Schauspielerin. Sie nutzt ihre Bekanntheit, um ein Projekt voranzutreiben, das ohne ihre Beteiligung möglicherweise anders entstanden wäre. Das ist im gegenwärtigen Streamingmarkt bedeutsam, weil Plattformen verstärkt auf bekannte Namen und international vermarktbare Stoffe setzen. Heart of Stone verbindet diese wirtschaftliche Logik mit dem Versuch, eine weibliche Agentenfigur zu etablieren, die nicht bloß als Ableitung männlicher Vorbilder verstanden werden soll.

Der Film bleibt damit ein Beispiel dafür, wie Streaming-Plattformen klassische Genremuster mit neuen Heldinnenkonstellationen verbinden und dabei auf internationale Schauplätze, bekannte Genrezeichen und ein Ensemble setzen, das die Erzählung aus mehreren Perspektiven prägt.


Source: Blick News


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