Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Name: Felix Arvid Ulf Kjellberg
- Geboren: 1989 in Göteborg, Schweden
- Künstlername: PewDiePie
- YouTube-Kanal: seit 2006, zunächst als PewDie
- Durchbruch: 2012 mit Amnesia-Gameplay-Videos
- Meilenstein: August 2013 meistabonnierter YouTube-Kanal
- Abonnenten: rund 110 Millionen, Stand Juni 2021
- Einnahmen: mindestens 9 Millionen US-Dollar pro Jahr, fast 100 Millionen über acht Jahre
- Wohnort: Brighton und Hove, England, seit 2013
- Partnerin: Marzia Kjellberg, damalige Freundin und heutige Frau
- Formate: Let’s Plays, Reaktionsvideos, Horrorgames, Comedy, Memes, Challenges
- Kontroversen: Vorwürfe von Rassismus, Sexismus und Antisemitismus; Entschuldigungsvideos in einigen Fällen
Ein Name, den man kennt
PewDiePie ist mehr als nur ein YouTuber. Der Name steht für eine ganze Ära der Internetkultur, für den Aufstieg des Gaming-Entertainments und für die Macht einzelner Creator. Man muss sich nicht für seine Inhalte interessieren, um zu wissen, wer er ist und was er macht. Felix Kjellberg hat es geschafft, über ein Jahrzehnt lang im Rampenlicht zu bleiben, ohne von der Bildfläche zu verschwinden. Seine Karriere begann in einem kleinen schwedischen Zimmer und führte ihn an die Spitze der Plattform YouTube.
Die frühen Jahre in Göteborg
Felix Arvid Ulf Kjellberg wurde 1989 in Göteborg geboren. Dort wuchs er auf und verbrachte den größten Teil seines jungen Lebens, bis seine YouTube-Karriere richtig Fahrt aufnahm. Schon früh interessierte er sich für Kunst und besonders für Fotografie. Kreativität und visuelles Arbeiten begleiteten ihn, lange bevor er vor einer Webcam saß und Videospiele kommentierte.
Trotz dieses künstlerischen Interesses schrieb er sich an der Chalmers University of Technology in Göteborg ein. Er studierte Industrieökonomie und Technologiemanagement. Dieser Lebensweg endete 2011. Jahre später erklärte er, dass er die Universität nicht verlassen habe, um seine YouTube-Karriere zu verfolgen. Das wäre aus seiner Sicht sehr dumm gewesen. Der wahre Grund war, dass er sich nicht in der Technikbranche arbeiten sah. Er wollte nicht in einem Bereich feststecken, der ihm keine Erfüllung gab.
Von PewDie zu PewDiePie
Felix Kjellberg ist seit 2006 auf YouTube. Damals hieß sein Kanal noch PewDie. Erst 2010 fügte er Pie am Ende hinzu und wurde zu dem, den die Welt heute als PewDiePie kennt. Der Name sollte klein, einprägsam und ein wenig albern sein. Genau diese Mischung wurde später zu seinem Markenzeichen.
Der junge Felix war vor etwa einem Jahrzehnt einer der ersten Gaming-YouTuber, die Gameplay und Reaktionen kombinierten. Solche Formate waren damals noch neu. Es gab nur wenige Creator, die Spiele nicht nur zeigten, sondern sie kommentierten, sich darüber aufregten, lachten und Geschichten erzählten. Wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum er so viel Erfolg hatte. Millionen von Menschen versuchen heute, dasselbe zu tun, doch nur wenige erreichen eine ähnliche Beständigkeit.
Der PewDiePie-Kanal und sein Let’s-Play-Konzept wuchsen in den ersten zwei Jahren langsam und stetig. So wie die meisten Kanäle auf YouTube. Dann kam 2012. Vor allem seine Amnesia-Gameplay-Videos veränderten alles. PewDiePie wurde scheinbar über Nacht immer beliebter. Er erreichte fast jeden Monat einen neuen Meilenstein bei den Abonnenten. Aus einem Nischenkanal wurde eine der bekanntesten Stimmen der Plattform.
Der Durchbruch und die Rekorde
Im August 2013 war PewDiePie der meistabonnierte YouTube-Kanal der Welt. Dieser Titel war nicht nur eine Zahl. Er bedeutete, dass ein einzelner Gamer aus Schweden mehr Menschen erreichte als viele traditionelle Medien. Seitdem hat PewDiePie Berichten zufolge jedes Jahr mindestens 9 Millionen US-Dollar verdient. Über einen Zeitraum von acht Jahren summiert sich das auf fast 100 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen zeigen, wie stark die Creator Economy bereits in den 2010er-Jahren geworden war.
2013 ist auch das Jahr, in dem er mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau Marzia nach Brighton und Hove in England zog. Seine Beweggründe für den Umzug waren überraschend bodenständig: die Nähe zum Meer und schnelleres Internet. Der Umzug markierte einen neuen Lebensabschnitt. Er lebte nicht mehr in Schweden, sondern in einem Land, das zu einem wichtigen Standort für seine Karriere wurde.
Kontroversen und Cancel-Versuche
Der größte Fisch im Ozean zu sein, ist nicht immer einfach. All die kleinen Fische versuchen, dich auszuschalten. Das erklärt, warum die meisten, wenn nicht alle Dramen rund um PewDiePie im Laufe der Jahre von Leuten stammen, die behaupteten, er sei rassistisch, sexistisch, antisemitisch oder schlimmer. Viele dieser Vorwürfe entzündeten sich an einzelnen Worten, Witzen oder Momenten aus Livestreams und Videos.
In einigen Fällen lag der Mann im Unrecht. Das beweisen die ein oder anderen Entschuldigungsvideos, die er veröffentlichte. Er musste lernen, dass seine Reichweite nicht nur Unterhaltung bedeutet, sondern auch Verantwortung. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass ein Jahrzehnt im Rampenlicht zu nichts Schlimmerem geführt hat als zu den unvermeidlichen Cancel-Versuchen wegen eines Wortes oder eines Witzes. Viele andere Creator verschwanden nach ähnlichen Wellen vollständig. PewDiePie blieb, passte sich an und machte weiter.
Ein besonders einschneidender Moment war die Rivalität mit dem indischen Musikkanal T-Series im Jahr 2019. Millionen Fans starteten die Kampagne Subscribe to PewDiePie, um ihn als meistabonnierten Kanal zu halten. Am Ende überholte T-Series ihn. Doch die Kampagne zeigte, wie loyal und global seine Community geworden war. Gleichzeitig wurde ihm bewusst, welche Verantwortung ein solcher Hype mit sich bringt. Nach einem Attentat in Neuseeland, bei dem der Täter seinen Namen erwähnte, distanzierte sich PewDiePie deutlich und bat seine Fans, seinen Namen nicht für solche Taten zu benutzen.
Wie PewDiePie relevant blieb
PewDiePie hat 110 Millionen Abonnenten auf YouTube, Stand Juni 2021. Er bekommt zwar nicht 110 Millionen Views pro Video, aber selbst elf Jahre nach dem Start gibt es noch mehrere Millionen Menschen, die seine Videos schauen. Wie kann man so lange eine konstante Zuschauerzahl beibehalten? Die Antwort ist einfach: indem man Abwechslung bietet.
Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Felix vor der Kamera herumschrie, während er ein Horrorspiel spielte. Er hat eine Reihe verschiedener Formate durchlaufen. Mal reagierte er auf Memes, mal testete er Produkte, mal spielte er neue Spiele, mal machte er Challenges mit Freunden. Immer war er bereit, einen Trend aufzugreifen und sich neue Fans zu sichern. Es ist selten, dass man auf den persönlichen Kanal einer Person geht und eine solche Vielfalt an Inhalten findet.
Diese Vielfalt ist auch der Grund, warum sein Kanal nicht nur eine Momentaufnahme war. Er überlebte den Wandel von YouTube, die Veränderungen im Gaming und die Verschiebungen in der Creator-Szene. Während viele seiner Zeitgenossen nur eine kurze Blütezeit hatten, baute PewDiePie eine langfristige Karriere auf. Seine Inhalte sind nicht auf ein einzelnes Spiel oder einen einzelnen Trend angewiesen. Sie drehen sich um seine Persönlichkeit, seinen Humor und seine Fähigkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.
Privatleben und öffentliche Wahrnehmung
Marzia spielte in seiner Geschichte eine zentrale Rolle. Die beiden waren lange ein Paar und heirateten 2019. Sie zog sich später weitgehend aus dem öffentlichen Internetleben zurück, während Felix weiterhin Videos veröffentlichte. Die Beziehung wurde für viele Fans zu einem festen Bestandteil der PewDiePie-Ära. Gemeinsam lebten sie in England, später auch in Japan. Diese Ortswechsel zeigten, dass PewDiePie nicht nur ein Internetphänomen ist, sondern ein Mensch, der sein Leben abseits der Kamera gestaltet.
Seine öffentliche Wahrnehmung schwankte über die Jahre stark. Für die einen ist er ein Pionier, der Gaming-Content aus der Nische holte und eine ganze Generation von Creatorn inspirierte. Für die anderen ist er eine umstrittene Figur, die mit provokativen Witzen Grenzen überschritt. Beide Sichtweisen existieren nebeneinander. Fest steht, dass er die Diskussion über Verantwortung, Humor und Reichweite im Internet mitgeprägt hat.
Einfluss auf die Creator Economy
PewDiePie gehörte zu den ersten YouTubern, die bewiesen, dass man mit Gaming-Videos ein großes Publikum erreichen und ein Unternehmen aufbauen kann. Er arbeitete mit Marken zusammen, veröffentlichte Bücher und Spiele und startete eigene Projekte. Sein Name wurde zu einer Marke, ohne dass er sich vollständig von ihr vereinnahmen ließ. Viele spätere Creator orientierten sich an seinem Erfolg, auch wenn nur wenige ihn kopieren konnten.
Sein Aufstieg fiel in eine Zeit, in der YouTube selbst noch experimentierte. Die Plattform wurde von einer Video-Website zu einem globalen Entertainment-Ökosystem. PewDiePie war eine der zentralen Figuren dieses Wandels. Er zeigte, dass ein einzelner Creator eine Community aufbauen kann, die über Ländergrenzen und Sprachräume hinweg funktioniert. Seine Videos wurden in unzählige Sprachen übersetzt, kommentiert und weiterverbreitet.
Gleichzeitig blieb er ein Beispiel dafür, wie schnell Ruhm kippen kann. Ein falscher Satz
Source: EarlyGame News