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Popstar Tyla über den Sound ihrer Generation: “Rausgehen, feiern und sagen, was einem in den Sinn kommt”

Oct 23, 2026  Twila Rosenbaum  8 views
Popstar Tyla über den Sound ihrer Generation: “Rausgehen, feiern und sagen, was einem in den Sinn kommt”

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Tyla ist 23 Jahre alt, stammt aus Südafrika und verbindet in ihrer Musik Pop mit Amapiano, Gqom und Bacardi.
  • Mit „Water“ und ihrem Debütalbum „Tyla“ wurde sie 2024 weltweit bekannt und gewann den Grammy für die beste afrikanische Musikperformance.
  • 2025 folgten die Single „Is It“ und die EP „WWP“ mit vier Songs, die mehr als 100 Millionen Spotify-Streams erreichten und die britischen Afrobeats-Charts anführten.
  • Sie trat beim Coachella-Festival und beim All Points East in London auf; ihre erste Asien-Tour steht bevor.
  • Ihre Selbstbezeichnung als „colored“ löste vor allem in den USA eine Debatte aus, weil der Begriff dort eine andere, historisch belastete Bedeutung hat als in Südafrika.
  • Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Studioalbum, das stärker von Feuer, Experimentierfreude und neuen Kollaborationen geprägt sein soll.

Eigentlich könnte man mit Tyla über Matcha sprechen. Doch die Sängerin hat dazu eine sehr klare Meinung: „Girl, das geht gar nicht. Es schmeckt einfach nach Erde“, sagt sie mit südafrikanischem Akzent. Es ist ein kleiner Moment, der viel über die 23-Jährige verrät. Sie nimmt sich selbst nicht zu ernst, hat aber klare Urteile. Genau diese Mischung aus Leichtigkeit und Selbstbewusstsein prägt auch ihre Musik. Tyla steht für einen Sound, der internationale Popstrukturen mit südafrikanischen Rhythmen verbindet – und für eine Generation, die sich nicht mehr in enge Kategorien pressen lassen will.

Ein Sound zwischen Pop, Amapiano und Gqom

Tylas Musik lebt von treibenden Beats, hohen Ad-libs und Melodien, die sofort im Ohr bleiben. Amapiano, Gqom und Bacardi sind keine bloßen Zutaten, sondern das Fundament, auf dem sie ihren internationalen Pop aufbaut. Diese Mischung hat sie innerhalb weniger Jahre zu einer der sichtbarsten Stimmen einer neuen südafrikanischen Musikbewegung gemacht. Dabei ist ihr Erfolg kein Zufall: Amapiano hat sich seit 2018 auf Spotify um mehr als 5000 Prozent vergrößert und ist besonders in den USA und Großbritannien zu einem prägenden Sound geworden. Tyla steht an der Schnittstelle dieser Entwicklung. Sie macht die lokalen Rhythmen für ein globales Publikum zugänglich, ohne sie ihrer Herkunft zu berauben.

Ihre ikonischen Tanzbewegungen haben einen erheblichen Anteil daran. Tyla tanzt nicht einfach zu ihren Songs; sie übersetzt die Musik in Körperlichkeit. Schon als Kleinkind habe sie getanzt und immer auf der Bühne stehen wollen, erzählt sie. Ihre Tante, selbst Tänzerin, brachte ihr Bauchtanz bei. In der Schule griff sie auf, was gerade im Trend lag, studierte Musikvideos, angesagte Tänze und neue Moves – und stellte mit Freundinnen und Freunden kleine Shows für Mitschüler auf die Beine. „Ich würde nie behaupten, dass ich die beste Tänzerin bin. Ich lasse mich inspirieren und mache dann mein eigenes Ding“, sagt sie. Dieser Satz könnte auch für ihre gesamte Karriere gelten.

Von „Water“ zum Grammy

2024 katapultierte sich Tyla mit ihrem Debütalbum „Tyla“ ins Rampenlicht. Der Song „Water“ wurde zum globalen Hit und brachte ihr den Grammy für die beste afrikanische Musikperformance ein. Für viele war es der Moment, in dem der Name Tyla endgültig weltweit bekannt wurde. Für sie selbst war es eine Bestätigung eines Weges, der schon in der Kindheit begonnen hatte. Die Auszeichnung machte sie zu einer der jüngsten Künstlerinnen, die in dieser Kategorie geehrt wurden, und verschob zugleich die Aufmerksamkeit auf eine gesamte musikalische Szene. Plötzlich stand nicht nur ein einzelner Popsong im Zentrum, sondern ein Sound, der aus den Clubs und Stadtvierteln südafrikanischer Großstädte stammt.

Der Erfolg veränderte ihren Alltag. Interviews, Auftritte, Reisen, Studio-Sessions – Tylas Leben spielt sich seither unter den Augen der Weltöffentlichkeit ab. Doch sie versucht, sich davon nicht bestimmen zu lassen. „Ich habe Erfahrungen gesammelt und dadurch gesehen, wie das Leben wirklich ist“, sagt sie. „Das hat mich stark gemacht. Ich kann Kritik annehmen und bin dankbar für alles, was ich habe. Trotzdem sind es nicht der Ruhm oder die jubelnden Fans, die mich erfüllen, sondern die Menschen, die hinter mir stehen.“

2025: „Is It“ und die EP „WWP“

Im Sommer 2025 meldete sich Tyla mit neuer Musik zurück. Ihre Single „Is It“ wurde bereits am ersten Tag fast 1,3 Millionen Mal gestreamt. Kurz darauf folgte die EP „WWP“ – „We Wanna Party“ – mit vier Songs, die inzwischen mehr als 100 Millionen Streams auf Spotify verzeichnen und die britischen Afrobe


Source: GLAMOUR News


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