Akkurasenmäher sind längst mehr als eine Nischenlösung – sie haben sich als ernsthafte Alternative zu Benzin- und Kabelmähern etabliert. Leiser, wartungsärmer und umweltfreundlicher, eignen sie sich besonders für Hausbesitzer mit kleineren bis mittleren Gärten. In einem aktuellen Vergleichstest konnte sich nun ein Modell deutlich von der Konkurrenz absetzen: Der Stihl RMA 235 wurde zum Testsieger gekürt. Was macht diesen Mäher so besonders?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Testsieger: Stihl RMA 235 mit der Note 1,67 („gut“)
- Hauptvorteile: extrem lange Akkulaufzeit (88 Minuten), perfektes Schnittbild bei trockenem und nassem Gras, leiser Betrieb (73 dB), einfache Handhabung
- Nachteile: spartanisches Zubehör, etwas schwer (14,7 kg), Verpackung könnte effizienter sein
- Weitere gute Modelle: Makita DLM330Z (Note 2,00), Bosch CityMower 18V-32-300 (Note 2,09)
Der Testsieger im Detail: Stihl RMA 235
Der Stihl RMA 235 ist ein kompakter Akku-Rasenmäher, der speziell für kleinere Gärten konzipiert wurde. Mit einer Schnittbreite von 33 cm eignet er sich für Flächen bis etwa 300 m². Die Schnitthöhe lässt sich zentral in fünf Stufen zwischen 25 und 65 mm verstellen – ideal, um den Rasen je nach Jahreszeit und Grasart optimal zu kürzen. Der 30-Liter-Grasfangkorb ist leicht abnehmbar und ermöglicht eine bequeme Entleerung.
Das Gerät wiegt inklusive Akku knapp 15 kg und ist damit das schwerste Modell im Test. Dennoch lässt es sich dank guter Balance und großer Räder leicht schieben. Der klappbare Holm spart beim Verstauen wertvollen Platz in Schuppen oder Garage. Die Verarbeitungsqualität ist hochwertig – Stihl setzt auf robuste Materialien und eine durchdachte Konstruktion.
Mähleistung: Überzeugend bei jedem Wetter
Im Praxistest zeigte der Stihl RMA 235 eine außergewöhnliche Leistung. Sowohl bei trockenem als auch bei nassem Gras lieferte er ein sehr gleichmäßiges und sauberes Schnittergebnis. Der Grasauswurf war homogen, es gab keine Verstopfungen oder ungleichmäßige Streifen. Besonders in verwinkelten Gärten mit Beeten, Bäumen oder Wegen punktete der Mäher durch seine Wendigkeit und das geringe Gewicht.
Ein Highlight ist die Akkulaufzeit: Mit gemessenen 88 Minuten liegt der Stihl RMA 235 deutlich vor der Konkurrenz. Die zweitbesten Modelle (Bosch und Gardena) schafften lediglich 44 Minuten – nur halb so lang. Für einen typischen Hausgarten reicht eine Akkuladung damit für mehrere Mähvorgänge, ohne nachladen zu müssen.
Handhabung und Wartung: Einfach und unkompliziert
Die Inbetriebnahme des Stihl RMA 235 gestaltet sich denkbar einfach: Akku einsetzen, Bügel drücken, loslegen. Die Bedienung ist intuitiv und auch für unerfahrene Nutzer schnell verständlich. Die Reinigung des Gehäuses gelingt mühelos – Grasreste lassen sich problemlos entfernen, was die Wartung auf ein Minimum reduziert. Der klappbare Holm erleichtert zudem den Transport und die Aufbewahrung.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Verpackung fällt laut Test etwas zu großzügig aus. Hier könnte Stihl auf nachhaltigere Lösungen setzen. Auch der Lieferumfang ist spartanisch – es gibt kein Zubehör wie etwa einen Mulchkeil oder eine Kantenführung. Wer diese Funktionen benötigt, muss diese separat erwerben.
Service und Umwelt: Leise und effizient
Mit einer Lautstärke von nur 73 Dezibel arbeitet der Stihl RMA 235 vergleichsweise leise. Das ist nicht nur angenehm für den Nutzer, sondern auch für die Nachbarschaft. In dicht besiedelten Wohngebieten oder bei Arbeiten am frühen Abend ist dies ein entscheidender Vorteil gegenüber lauten Benzinmähern.
Der Akku der hauseigenen AS-Serie (auch mit anderen Stihl-Geräten kompatibel) ist leistungsstark und langlebig. Das Ladegerät lädt den Akku in etwa 4–5 Stunden vollständig auf. Alternativ gibt es Schnelllader für kürzere Ladezeiten. Da der Mäher auch als Solo-Version ohne Akku angeboten wird, können Besitzer, die bereits Stihl-Akkugeräte besitzen, Geld sparen.
Alternative Modelle: Makita und Bosch im Vergleich
Neben dem Testsieger gibt es weitere empfehlenswerte Modelle. Der Makita DLM330Z (Note 2,00) eignet sich für Flächen bis zu 400 m² und bietet eine 8-fache Schnitthöhenverstellung. Die Akkulaufzeit ist mit dem 18V-System je nach Kapazität variabel – der Mäher liegt im Test etwas hinter dem Stihl, liefert aber ebenfalls sehr gute Ergebnisse bei trockenem Gras.
Der Bosch CityMower 18V-32-300 (Note 2,09) ist mit 44 Minuten Laufzeit deutlich kürzer unterwegs, überzeugt aber mit einer einfachen Bedienung und soliden Schnittresultaten. Die Schnitthöhe ist in drei Stufen zwischen 30 und 60 mm einstellbar. Beide Modelle sind eine gute Wahl für preisbewusste Käufer oder Besitzer mit kleineren Gärten.
Wer sich für einen Akkurasenmäher entscheidet, sollte auch die allgemeinen Vorteile dieser Technologie bedenken: keine Abgase, geringere Wartungskosten, leiser Betrieb und hohe Flexibilität durch Wechselakkus. Der Stihl RMA 235 setzt hier Maßstäbe – vor allem mit seiner überragenden Akkulaufzeit, die im Test alle anderen Modelle weit hinter sich ließ.
Für Hobbygärtner, die einen zuverlässigen, kompakten und leistungsstarken Mäher suchen, ist der Stihl RMA 235 eine klare Empfehlung. Die hervorragende Mähqualität bei verschiedenen Witterungsbedingungen, die einfache Handhabung und der leise Betrieb machen ihn zu einem der besten Akkurasenmäher auf dem Markt.
Source: MSN News