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Skoda präsentiert ein günstiges neues Elektroauto – doch es gibt einen Haken

May 22, 2026  Twila Rosenbaum  13 views
Skoda präsentiert ein günstiges neues Elektroauto – doch es gibt einen Haken

Mit einer weiteren Innovation testet VW, ob sich bezahlbare Elektroautos im Kleinwagensegment trotz Kostendruck lohnen. Diesmal ist die Tochter Skoda an der Reihe. Am 19. Mai 2026 präsentierte die tschechische Marke in Zürich den neuen Skoda Epiq – einen vollelektrischen Crossover, der als neues Einstiegsmodell in die Elektroauto-Familie einsteigt. Rund 350 internationale Medienvertreter waren vor Ort, als Skoda-Chef Klaus Zellmer und die Vorstände Martin Jahn und Johannes Neft das Fahrzeug enthüllten.

Skoda Elektroauto Epiq als neues Einstiegsmodell vorgestellt

Mit einer Länge von 4,17 Metern ist der Skoda Epiq ein kompakter Crossover, der als City-SUV positioniert wird und gleichzeitig das günstigste elektrische Modell der Marke darstellt. Das Fahrzeug gehört zu den größeren Markenbrüdern Skoda Elroq und Enyaq, die bereits auf dem Markt sind. Die Mission: viele Verbrenner-Fahrer für die Steckdose begeistern. Trotz der kompakten Abmessungen verspricht Skoda mit dem Epiq ein alltagstaugliches Elektroauto für Familien und Pendler. Kurze Überhänge, eine recht geräumige zweite Sitzreihe und ein ordentliches Kofferraumvolumen von 475 Litern gehören zu den Verkaufsmerkmalen. Damit soll der Epiq auch im Alltag mit Kindern und Einkäufen bestehen können.

Epiq: Design, Technik und Unterschiede zu den VW-Konzernbrüdern

Technisch basiert der Skoda Epiq wie der Cupra Raval und der künftige Volkswagen ID.Polo auf der neuen MEB+-Plattform des VW-Konzerns. Die Produktion aller drei Modelle findet im spanischen VW-Werk Pamplona statt. Anders als bisherige Konzernprojekte aus Wolfsburg sollen die drei Kleinwagen-Neuheiten aber nicht als Klone mit anderem Markenlogo gesehen werden, sondern als bewusste Eigenständigkeit. Beim Epiq setzt Skoda auf eine neu interpretierte Designsprache: Ein „Tech-Deck“-Gesicht in Hochglanzschwarz und eine T-förmige Lichtsignatur prägen die Front. Laut einigen Autoexperten erinnern vertikale Lufteinlässe an klassische Jeep-Kühler, während glatte Flächen an den Seiten, dezente Radhäuser und ein markentypisches Heck mit auffälligen T-Rückleuchten das neue SUV als Skoda kennzeichnen. Im Innenraum soll der Skoda Epiq zeigen, dass ein Elektro-Kleinwagen kein Opferprogramm sein muss. Zentraler Blickfang ist ein 13-Zoll-Touchscreen, hinter dem Googles Android-Betriebssystem arbeitet. Smartphones können nahtlos integriert werden. Künftig ersetzen die Telefone auf Wunsch sogar den klassischen Fahrzeugschlüssel – ein in dieser Preis- und Fahrzeugklasse ungewöhnliches Komfortfeature. Dazu gibt es optional ein Panorama-Glasdach und bekannte „Simply Clever“-Details wie einen Regenschirmhalter und eine Vorrichtung für die Parkscheibe.

Skoda Epiq 2026: Antrieb, Batterieoptionen und Reichweite

Unter dem Blech des Skoda-SUV Epiq arbeiten drei Leistungsstufen: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Alle Motorisierungen schicken ihre Kraft an die Vorderachse. Die sportliche Speerspitze mit 226 PS bleibt zunächst dem Cupra Raval und dem VW ID.Polo vorbehalten. In puncto Geschwindigkeit stoppt der Epiq bei 160 km/h – für ein Stadtauto völlig ausreichend. Zur Auswahl stehen zwei Batteriegrößen: eine kleinere LFP-Batterie mit 38,5 kWh brutto und eine größere NMC-Batterie mit 55 kWh brutto. Mit der kleinen Batterie verspricht Skoda eine Reichweite von bis zu rund 310 Kilometern, mit der größeren Batterie sind bis zu 440 Kilometer möglich – bei einem WLTP-Verbrauch der großen Motorvariante von 13,7 bis 14,1 kWh pro 100 Kilometer. Am Schnellladegerät soll der Skoda Epiq in rund 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufgeladen werden können. Das ist ein wettbewerbsfähiger Wert im Kleinwagen-Segment.

Preis, Modellvarianten und die aufgeschobene Hoffnung auf das „echte“ Einsteigermodell

Eine der spannendsten Fragen für potenzielle Käufer ist: Wie viel kostet der Skoda Epiq? Offiziell kommuniziert die Marke einen Einstiegspreis von 25.900 Euro – ein respektabler Wert für ein Elektroauto im Kleinwagensegment. Doch diese lange gefeierte Vorfreude stößt zunächst auf einen Rückschlag: Diese günstigste Variante wird erst zum Marktstart im September 2026 erhältlich sein. Der Epiq „Essence“ 55 mit 211 PS ist derzeit bereits ab 32.100 Euro bestellbar, während die höher ausgestattete „Selection“-Linie und die limitierte „First Edition“ jeweils bei 35.600 Euro starten und sich klar an Kunden mit etwas mehr Budget richten. Am oberen Ende der Preisskala wird auch ein neues Skoda-SUV angekündigt, das jedoch noch nicht näher spezifiziert wurde. Der Haken ist also: Wer wirklich den günstigsten Epiq haben möchte, muss bis September warten. Bis dahin sind nur teurere Versionen verfügbar. Dies könnte Interessenten abschrecken oder sie dazu bewegen, auf die günstigere Variante zu warten – oder aber zu einem anderen Hersteller zu wechseln.

Skoda im europäischen Vergleich: Platz drei der meistverkauften Hersteller

Dass der VW-Konzern es mit dem Kleinwagen-Elektroauto-Projekt ernst meint, zeigt nicht nur das neueste Modell auf Basis der weiterentwickelten MEB+-Plattform, sondern auch ein Blick auf die Verkaufsstatistiken in Europa. Nach Angaben des Herstellerverbandes ACEA, ausgewertet vom Branchenportal Bestseller-Autos.com, waren Volkswagen, Toyota, Skoda, BMW und Renault im Jahr 2025 die fünf meistverkauften Automarken. Bemerkenswert ist, dass Skoda auf seinem Heimatkontinent mit rund 840.000 Neuzulassungen auf den dritten Platz vorrückte – ein starkes Signal für die Marke aus Mladá Boleslav. Für 2026 sieht es gut aus, dass Toyota, der erfolgreichste asiatische Autohersteller, vom zweiten Platz verdrängt wird. Mit dem neuen Epiq will Skoda diese Position weiter festigen und gleichzeitig die Elektromobilität für eine breitere Käuferschicht zugänglich machen. Der Kleinwagen soll insbesondere Kunden ansprechen, die bisher noch einen Verbrenner fahren und auf der Suche nach einem erschwinglichen Einstieg in die Elektrowelt sind.

Der Markt für bezahlbare Elektroautos ist hart umkämpft. Hersteller wie Dacia mit dem Spring oder Renault mit dem Twingo E-Tech bieten ebenfalls günstige Modelle an. Skoda setzt beim Epiq auf eine Kombination aus modernem Design, alltagstauglicher Technik und einem vertrauten Markennamen. Die Tatsache, dass der günstigste Epiq erst später kommt, könnte jedoch als taktischer Schachzug gewertet werden: Frühbesteller zahlen mehr, und die Produktion kann hochgefahren werden, bevor die Massenproduktion der günstigen Variante anläuft. Ob sich diese Strategie auszahlt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht: Der Skoda Epiq ist ein wichtiger Schritt für den VW-Konzern, um im Segment der Kleinwagen-Elektroautos Fuß zu fassen und die eigene Modellpalette nach unten hin abzurunden. Mit einer Reichweite von bis zu 440 Kilometern, einer Ladezeit von nur 24 Minuten und einem geräumigen Innenraum könnte der Epiq viele überzeugen – sofern sie bereit sind, auf die günstigste Version zu warten.


Source: Die heutigen Nachrichten News


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