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Lady Di, Meghan Markle und Co.: Diese Skandale ließen das britische Königshaus erbeben

Aug 12, 2026  Twila Rosenbaum  8 views
Lady Di, Meghan Markle und Co.: Diese Skandale ließen das britische Königshaus erbeben

Die britische Monarchie blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. In dieser Zeit gab es Kriege, Intrigen und Revolutionen – aber auch die eine oder andere private Katastrophe, die das Ansehen des Königshauses schwer beschädigte. Gerade die vergangenen Jahrzehnte waren für das Haus Windsor reich an Skandalen, die in den Schlagzeilen der Weltpresse landeten. Von Prinzessin Diana über Prinz Andrew bis hin zu Prinz Harry und Meghan Markle: Immer wieder sorgten royale Fehltritte für Aufsehen und stellten die Institution Monarchie auf eine harte Probe.

Andrew und Epstein: Der Sturz des Prinzen

Einer der schwersten Skandale in der jüngeren Geschichte der Royals betrifft Prinz Andrew, den zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth II. und Bruder von König Charles III. Über Jahre hinweg pflegte der frühere Herzog von York eine enge Freundschaft mit dem US-amerikanischen Finanzier Jeffrey Epstein, der wegen Sexualstraftaten verurteilt wurde. Diese Verbindung erwies sich für Andrew als verhängnisvoll. Bereits 2019, kurze Zeit nach Epsteins Selbstmord in einer New Yorker Haftzelle, geriet Andrew unter massiven öffentlichen Druck. Ein BBC-Interview, in dem er sich von den Vorwürfen reinwaschen wollte, schlug fehl und verschlimmerte die Lage weiter. Die Queen entzog ihm im Januar 2020 seine royalen Schirmherrschaften und erlaubte ihm nicht mehr, den Titel „Seine Königliche Hoheit“ zu verwenden.

Doch damit war der Fall noch nicht abgeschlossen. Im Herbst 2025 geriet Andrew erneut ins Visier, als der Verdacht aufkam, er habe während seiner Tätigkeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben. König Charles III. soll daraufhin endgültig die Geduld verloren haben. Andrew verlor seine verbliebenen Privilegien, musste die königliche Residenz Royal Lodge in Windsor verlassen und wurde in ein abgelegenes Gebäude auf dem Anwesen von Sandringham umquartiert. In der Familie gilt er seither offiziell als schwarzes Schaf. Der einst beliebte Prinz, der als Kriegsheld aus dem Falkland-Konflikt gefeiert wurde, ist damit zu einer tragischen Figur geworden.

Megxit: Harry und Meghan gegen die Krone

Während Andrew lange Zeit die unangenehmsten Schlagzeilen auf sich zog, sorgte ein anderer Teil der Familie beinahe im Gleichschritt für Unruhe: Prinz Harry und seine Frau Meghan, Herzog und Herzogin von Sussex. Anfang 2020 verkündeten die beiden überraschend, dass sie sich aus ihren Pflichten als Vollzeit-Royals zurückziehen und nach Nordamerika auswandern wollen. Dieser Schritt, von den Medien schnell „Megxit“ getauft, traf die königliche Familie tief. Vor allem Queen Elizabeth II. war bekümmert, hielt aber an der Hoffnung fest, dass sich die Sussexes eines Tages wiedereingliedern ließen. Doch es kam anders. Nach ihrem Umzug nach Montecito in Kalifornien begannen Harry und Meghan damit, öffentlich gegen die Königsfamilie auszuteilen.

In einem vielbeachteten TV-Interview mit Oprah Winfrey im März 2021 erhoben sie schwere Vorwürfe: Es habe Gespräche über die Hautfarbe ihres damals ungeborenen Kindes gegeben, und Meghan habe sich in der Familie einsam und unverstanden gefühlt. Es folgten ein Podcast, eine sechsteilige Netflix-Dokumentation und schließlich Prinz Harrys 2023 veröffentlichte Memoiren „Spare“ (deutsch: „Reserve“). Darin rechnete der Königssohn mit seinem Vater Charles, seinem Bruder William und der gesamten Hofmaschinerie ab. Die Familie reagierte mit eisigem Schweigen und Distanz. Das enge Verhältnis zwischen Harry und William, das einst als unzertrennlich galt, zerbrach.

Prinzessin Diana: Die Frau, die das Königshaus erschütterte

Bevor Harry und Meghan ihre Anschuldigungen öffentlich machten, hatte bereits Prinzessin Diana für einen der größten Skandale in der Geschichte des Hauses Windsor gesorgt. Die Ehe zwischen Diana und dem damaligen Thronfolger Prinz Charles erwies sich als unglücklich. Schon in den 1980er Jahren zeigten sich Risse. 1992 verkündete das Paar die Trennung, 1996 wurde die Ehe geschieden. Doch es waren nicht nur die Fakten der gescheiterten Beziehung, die den Palast erschütterten. Diana brach mit einer Tradition und sprach öffentlich über ihre Ehe, ihre Gefühle und die Demütigungen, die sie erlebt haben soll.

Im Jahr 1992 erschien das Buch „Diana: Her True Story“ des Journalisten Andrew Morton, das auf heimlich aufgenommenen Tonbändern der Prinzessin beruhte. 1995 folgte das legendäre „Panorama“-Interview mit BBC-Journalist Martin Bashir. Diana sagte damals den berühmten Satz: „In einer Ehe waren wir zu dritt, also war es etwas überfüllt.“ Sie sprach über die Affäre ihres Mannes mit Camilla Parker Bowles, ihre eigene Magersucht und die Gleichgültigkeit des Hofes. Für die Queen war das Maß voll: Sie forderte ihren Sohn Charles auf, sich endlich scheiden zu lassen. Auch wenn Diana 1997 bei einem Autounfall in Paris starb, wirkten ihre Enthüllungen lange nach. Sie veränderten das Verhältnis zwischen den Royals und der Öffentlichkeit nachhaltig.

Camillagate: Das abgehörte Telefonat

Doch die Affäre zwischen Charles und Camilla war nicht nur ein offenes Geheimnis, sondern sorgte 1993 für einen eigenen Skandal. Unter dem Namen „Camillagate“ wurde ein Telefonat bekannt, das 1989 zwischen dem damaligen Prinzen von Wales und seiner Geliebten geführt worden war. Das Gespräch, offenbar heimlich mitgeschnitten, gelangte an die Presse und wurde weltweit zitiert. In dem intimen Dialog fantasierte Charles darüber, als Tampon oder als Höschen an Camillas Körper wiedergeboren zu werden. Die peinlichen, teils derben Bemerkungen lösten einen enormen Aufschrei aus. Für die Boulevardpresse war der Fall ein gefundenes Fressen, für Charles ein PR-Desaster. Sein Ansehen sank auf einen Tiefpunkt, während Diana von vielen als Opfer wahrgenommen wurde.

Die öffentliche Wut legte sich erst allmählich. Camilla selbst wurde über Jahre hinweg als Zerstörerin der Ehe von Diana und Charles beschimpft. Doch nach dem Tod von Diana und dem Ende der Trauerphase begann sich das Bild zu wandeln. 2005 konnten Charles und Camilla endlich heiraten, wenn auch in einer standesamtlichen Zeremonie neben der Schlosskapelle. Die Queen blieb der Trauung zunächst fern, was als Zeichen der Distanz gewertet wurde. Mit der Zeit jedoch akzeptierte die königliche Familie die Beziehung. Als Charles im September 2022 nach dem Tod seiner Mutter König wurde, wurde Camilla an seiner Seite zur Königin gekrönt – ein Triumph, der nach dem „Camillagate“-Skandal jahrzehntelang undenkbar schien.

Die Monarchie im Krisenmodus

Die skandalträchtigen Jahrzehnte seit den 1990er Jahren haben gezeigt, wie verwundbar die britische Monarchie ist. Einerseits besitzt die Krone bis heute eine große symbolische Kraft, die sich bei Staatszeremonien, Jubiläen und nationalen Trauerfällen entfaltet. Andererseits hat der Umgang mit den privaten Verfehlungen der Royals immer wieder die Frage aufgeworfen, ob das traditionelle Modell einer königlichen Familie in der modernen Mediengesellschaft überhaupt bestehen kann. Die Trennlinie zwischen öffentlicher Person und Privatmensch, die viele Monarchen einst strikt zu ziehen versuchten, ist längst aufgeweicht. Jedes Detail, jedes Gespräch und jeder Fehltritt kann heute über soziale Medien in Sekundenschnelle um die Welt gehen.

König Charles III. sieht sich daher mit einer Aufgabe konfrontiert, vor der schon seine Mutter stand: Er muss das Ansehen der Institution bewahren, während er gleichzeitig die unterschiedlichen Befindlichkeiten seiner Familie im Zaum halten will. Die Skandale um Andrew, Harry und Meghan haben dabei tiefe Narben hinterlassen. Ob sich das Verhältnis zu den Sussexes noch einmal entspannt oder ob Andrew jemals wieder in die Öffentlichkeit zurückkehren kann, ist völlig offen. Sicher ist nur: Wer die britische Monarchie beobachtet, darf sich auch künftig auf weitere Überraschungen gefasst machen. Die Geschichte der Windsors war noch nie arm an Dramen – und sie dürfte auch unter Charles III. nicht zur Ruhe kommen.


Source: MSN News


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