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Likes im Netz: Ryan Reynolds heizt Baldoni-Streit wieder an

Aug 16, 2026  Twila Rosenbaum  7 views
Likes im Netz: Ryan Reynolds heizt Baldoni-Streit wieder an

Rund drei Monate nach dem Ende des Rechtsstreits zwischen Blake Lively (38) und ihrem früheren Filmpartner Justin Baldoni (42) sorgt ein Detail aus den sozialen Medien für neuen Zündstoff. Melissa Nathan, die einst als PR-Beraterin für Justin arbeitete, wirft Ryan Reynolds (49) vor, mit seinem Verhalten im Netz Anfeindungen gegen sie zu befeuern. Gegenüber der Daily Mail schilderte sie, dass jeder Beitrag von Influencern, die sich auf Blakes Seite stellen, unmittelbar eine neue Welle von Attacken gegen sie und ihr Team bei der Agentur TAG PR auslöse. Besonders schwer wiege für sie, dass Ryan solche Postings mit einem Like versehe. Ein Like des Schauspielers unter einem entsprechenden Beitrag soll später wieder zurückgenommen worden sein. Für Melissa ist der Fall dennoch klar: Aus ihrer Sicht verleiht die Reichweite des Hollywoodstars den Angriffen zusätzliches Gewicht.

„Ich werde von diesen Rechtskommentatoren ununterbrochen angegriffen. Sie stacheln die Leute buchstäblich dazu an, gegen mich vorzugehen, und sie erfinden und verdrehen Tag für Tag rechtliche Sachverhalte", zitiert die Daily Mail die PR-Fachfrau. Sie beschrieb ihre Situation als dauerhafte Belastung: „Es fühlt sich an, als würde ich seit zwei Jahren jeden Tag gemobbt. Die Menschen halten die Aussagen dieser ‚Fürsprecher' tatsächlich für wahr – und Ryan Reynolds versieht die Beiträge mit Likes.“ Aus dem Umfeld des Deadpool-Darstellers kam prompt eine andere Sichtweise. Gegenüber demselben Blatt hieß es: „Es ist wichtig, festzuhalten, wie viele Pro-Lively-Creator angegriffen und belästigt werden. All die Pro-Baldoni-Accounts greifen Blake täglich an und belästigen sie.“ Damit steht Aussage gegen Aussage – und die Auseinandersetzung, die eigentlich beigelegt schien, wird erneut öffentlich ausgetragen.

Eine PR-Beraterin im Zentrum der Kontroverse

Melissa Nathan ist keine Unbekannte in der Unterhaltungsbranche. Die Kommunikationsexpertin hat sich auf Krisen-PR spezialisiert und vertrat in der Vergangenheit prominente Klienten in schwierigen Situationen. Im Fall von Justin Baldoni übernahm sie die Aufgabe, das öffentliche Bild des Schauspielers und Regisseurs zu verteidigen, nachdem Blake Lively im Dezember 2024 offizielle Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte. Lively warf Baldoni unter anderem sexuelle Belästigung am Set von „It Ends With Us“ sowie eine darauf folgende Rufschädigungskampagne vor. Der Rechtsstreit entwickelte sich schnell zu einem der meistbeachteten Promi-Konflikte der jüngeren Geschichte.

In diesem Kontext sind Nathans Vorwürfe gegen Ryan Reynolds einzuordnen. Sie sieht sich einer orchestrierten Kampagne ausgesetzt, die durch die sozialen Medien und insbesondere durch einflussreiche Accounts angeheizt werde. Dass Reynolds, der als Ehemann von Blake Lively naturgemäß Partei ergreift, solche Inhalte öffentlich mit „Gefällt mir“ markiert, wertet Nathan als Missbrauch seiner Vormachtstellung. Der Schauspieler gehört zu den erfolgreichsten und bestbezahlten Stars Hollywoods; seine Reichweite auf Instagram, X und anderen Plattformen umfasst mehrere zehn Millionen Follower. Ein einzelnes Like kann daher eine Signalwirkung entfalten, die weit über die Geste selbst hinausgeht.

Die Reaktion aus dem Reynolds-Lager

Das Umfeld von Ryan Reynolds ließ die Vorwürfe nicht unbeantwortet. Vertreter des Schauspielers stellten klar, dass auch Unterstützer von Blake Lively erheblichen Anfeindungen ausgesetzt seien. Sie verwiesen darauf, dass Pro-Baldoni-Accounts tagtäglich Blake attackieren und belästigen, ohne dass dies in der Berichterstattung angemessen gewürdigt werde. Diese Aussage verdeutlicht, wie tief die Gräben zwischen den beiden Lagern inzwischen sind. Die öffentliche Wahrnehmung wird von zwei gegensätzlichen Narrativen bestimmt, die über Monate hinweg in den sozialen Medien aufgebaut wurden.

Bemerkenswert ist, dass Ryan Reynolds sich selbst bislang nicht persönlich zu dem Like-Vorfall geäußert hat. Das zurückgenommene Like könnte darauf hindeuten, dass er die Reichweite seines Handelns erkannt hat – oder schlicht auf einen versehentlichen Klick zurückzuführen ist. In einer Zeit, in der jede Online-Aktion von Fans und Presse seziert wird, bleibt jedoch jede noch so kleine Interaktion ein Politikum. Die Tatsache, dass Melissa Nathan den Vorfall öffentlich macht, zeigt, wie sehr der digitale Krieg der Narrative die juristische Auseinandersetzung überlagert hat.

Der lange Weg vor Gericht

Der Ursprung des Konflikts liegt in den Dreharbeiten zu „It Ends With Us“. Der Film, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Colleen Hoover, kam im August 2024 in die Kinos und war ein großer kommerzieller Erfolg. Schon während der Pressetour kursierten Berichte über Spannungen zwischen den beiden Hauptdarstellern. Lively behauptete später, Baldoni habe sich ihr gegenüber unangemessen verhalten und nach den Dreharbeiten eine PR-Kampagne gestartet, um ihren Ruf zu zerstören. Baldoni wies sämtliche Vorwürfe zurück und reichte seinerseits Klagen ein, unter anderem gegen Lively und Reynolds.

Die juristische Auseinandersetzung zog sich über viele Monate hin. Im April 2026 wies ein Gericht zehn von dreizehn Forderungen Livelys ab, darunter zentrale Vorwürfe sexueller Belästigung. Zur Begründung hieß es, sie habe diese Ansprüche nicht nach Bundesrecht verfolgen können, da sie bei dem Projekt als selbstständige Auftragnehmerin und nicht als Angestellte des Produktionsunternehmens tätig gewesen sei. Diese Entscheidung wurde von vielen Beobachtern als herber Rückschlag für die Schauspielerin gewertet, auch wenn die verbliebenen Punkte – insbesondere Vorwürfe der Vergeltungsmaßnahmen – weiter verhandelt wurden.

Einen Monat später, im Mai 2026, wurde schließlich die Einigung bekannt gegeben. Die Parteien legten den Streit außergerichtlich bei, ohne dass eine finanzielle Zahlung erfolgte, wie einer späteren Gerichtsakte zu entnehmen war. Der für den 18. Mai geplante Prozess wurde abgesagt. Für viele Fans und Medien bedeutete dies das Ende einer der aufsehenerregendsten Promi-Auseinandersetzungen der letzten Jahre. Doch die heutigen Vorwürfe von Melissa Nathan zeigen, dass die Wunden keineswegs verheilt sind.

Reynolds‘ E-Mails und die Eskalation

Ein weiteres Detail sorgte bereits im Vorfeld für Aufsehen: Ryan Reynolds soll sich in E-Mails an sein Agenturteam äußerst abfällig über Justin Baldoni geäußert haben. Bekannt gewordene Auszüge zeigen, dass er Baldoni unter anderem als „Raubtier“, „Betrüger“ und „Soziopath“ bezeichnete und von seinen Agenten eine öffentliche Entschuldigung forderte. Diese Aussagen wurden von Baldonis Anwälten als Beleg für eine feindselige Haltung Reynolds‘ angeführt. Kritiker warfen Reynolds vor, durch solche Äußerungen zur Eskalation beigetragen zu haben, während Unterstützer argumentierten, er habe lediglich seine Frau verteidigt.

Die E-Mails sind Teil der umfangreichen Beweisunterlagen, die im Laufe des Verfahrens veröffentlicht wurden. Sie bieten einen seltenen Einblick in die Gemütslage der Beteiligten und zeigen, wie persönlich und emotional der Konflikt geführt wurde. Dass Reynolds sich nun erneut in die öffentliche Debatte einmischt – wenn auch nur durch ein Like –, dürfte die ohnehin angespannte Stimmung weiter anheizen. Melissa Nathan sieht darin eine gezielte Provokation, die das Klima gegen sie und ihr Team verschärfe.

Soziale Medien als Schlachtfeld

Der Fall Lively gegen Baldoni hat einmal mehr gezeigt, welche Rolle soziale Medien in modernen Rechtsstreitigkeiten spielen. Beide Seiten versuchten von Beginn an, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Influencer, Rechtskommentatoren und Prominente schlugen sich auf eine der beiden Seiten und trugen so zu einer Polarisierung bei, die weit über die juristische Ebene hinausging. Die Vorwürfe von Melissa Nathan, die seit Monaten Anfeindungen ausgesetzt ist, sind ein Beispiel für die persönlichen Kosten eines solchen digitalen Krieges.

Besonders problematisch ist dabei die Vermischung von juristischen Tatsachen und Meinungen. Viele der selbsternannten „Rechtsexperten“ auf Plattformen wie YouTube oder TikTok verbreiten vereinfachte Darstellungen komplizierter Sachverhalte, die von ihren Followern oft unkritisch übernommen werden. Nathan beklagt, dass diese Kommentatoren täglich neue Behauptungen aufstellen, ohne die tatsächliche Aktenlage zu kennen. In diesem Umfeld können Likes von prominenten Persönlichkeiten wie Ryan Reynolds wie ein Brandbeschleuniger wirken.

Die Reaktionen der Öffentlichkeit

Die Kommentarspalten in den sozialen Medien zeigen ein gespaltenes Bild. Während einige Nutzer Nathan ihre volle Unterstützung aussprechen und Reynolds‘ Verhalten kritisieren, sehen andere in den Vorwürfen einen weiteren Versuch, von den eigentlichen Anschuldigungen gegen Baldoni abzulenken. Auch in der deutschen Presse wird der Fall weiterhin intensiv verfolgt. Der Like von Reynolds wird vielfach als Zeichen gedeutet, dass Blake Lively und ihr Mann den Konflikt noch nicht abgeschlossen haben, auch wenn die rechtliche Einigung bereits erzielt wurde.

Dass Reynolds das Like später wieder zurücknahm, könnte darauf hindeuten, dass er die möglichen Konsequenzen erkannt hat. Dennoch bleibt die Frage, ob solche Aktionen nicht von vornherein unterlassen werden sollten, zumal sich Prominente ihrer Vorbildrolle bewusst sein müssen. Melissa Nathan hat mit ihren Aussagen jedenfalls einen Nerv getroffen: Die Debatte über Cybermobbing und die Verantwortung von Influencern und Stars wird dadurch erneut angeheizt.

Ein Ende der Auseinandersetzung ist nicht in Sicht

Auch wenn der Rechtsstreit zwischen Blake Lively und Justin Baldoni formal beigelegt ist, scheint der Konflikt auf emotionaler und öffentlicher Ebene weiterzugehen. Die Vorwürfe von Melissa Nathan zeigen, dass die Beteiligten nach wie vor tief verletzt sind und die Auseinandersetzung mit großer Härte geführt wird. Es wäre nicht verwunderlich, wenn dieser neue Zwist vor Gericht landen würde, denn Nathans Anwälte könnten eine Unterlassungsklage gegen Reynolds prüfen. Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten.

Für die Öffentlichkeit bleibt der Fall ein faszinierendes Lehrstück über Macht, Einfluss und die Dynamiken der modernen Medienwelt. Die Geschichte hat gezeigt, dass selbst ein einfacher Like eines Hollywoodstars erhebliche Wellen schlagen kann – und dass die Grenzen zwischen privater Meinungsäußerung und öffentlicher Hetze längst verschwimmen. In einer Zeit, in der jeder Beitrag viral gehen kann, tragen prominente Persönlichkeiten eine besondere Verantwortung. Ob Ryan Reynolds daraus Konsequenzen zieht, wird sich zeigen.


Source: Promiflash.de News


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