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WM 2026: Manzambi fehlt der Schweiz wohl auch im Viertelfinal

Jul 08, 2026  Twila Rosenbaum  34 views
WM 2026: Manzambi fehlt der Schweiz wohl auch im Viertelfinal

Die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada läuft auf Hochtouren. Am 13. Juni 2026 lieferte der Turniertag packende Spiele, überraschende Entscheidungen und brisante Nebenhandlungen ab. Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse.

Schweiz im Viertelfinal – Manzambi fraglich

Die Schweizer Nationalmannschaft hat sich in einem dramatischen Penaltyschiessen gegen Kolumbien für den Viertelfinal qualifiziert. Nach 120 Minuten stand es 1:1, ehe Yann Sommer zum Helden wurde. Allerdings muss das Team von Murat Yakin wohl auf Offensivspieler Manzambi verzichten, der sich im Spiel eine Verletzung zuzog. Die genaue Diagnose steht noch aus, aber der Ausfall wäre ein schwerer Schlag für die Schweizer Ambitionen.

Die Schweiz startete als Gruppensieger in die K.o.-Runde und zeigte gegen Kolumbien eine kämpferische Leistung. Nach einem frühen Rückstand glich Breel Embolo aus. Im Penaltyschiessen verwandelten alle Schweizer Schützen, während Sommer zwei Versuche parierte. Der Gegner im Viertelfinal wird am Sonntag ermittelt – möglicherweise trifft die Schweiz auf Frankreich oder Marokko.

Ägypten verpasst Sensation gegen Argentinien

Im Achtelfinal traf Ägypten auf den Mitfavoriten Argentinien. Die Nordafrikaner hielten lange gut mit, mussten sich aber letztlich mit 0:2 geschlagen geben. Lionel Messi erzielte einen Treffer per Freistoss und stellte damit einen ungewollten Rekord auf: So viele verschossene Elfmeter wie kein anderer Spieler bei einer WM. Für Argentinien geht es nun gegen die Niederlande weiter. Ägypten hingegen reist enttäuscht ab, kann aber stolz auf eine starke Turnierleistung sein.

Ermittlungen gegen Mbappé-Beleidigungen

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen öffentlicher Beleidigungen gegen Kylian Mbappé eingeleitet. Hintergrund ist eine Welle von Hasskommentaren nach dem Achtelfinalsieg Frankreichs gegen Kroatien. Die Behörden betonen, dass sie konsequent gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen. Mbappé selbst äusserte sich bislang nicht.

England vor WM-Start beklaut

Kurz vor der Abreise zum WM-Quartier in Kansas City wurde die englische Nationalmannschaft Opfer eines Diebstahls. Unbekannte brachen in Fahrzeuge ein, die Ausrüstung zum Trainingsgelände transportierten. Betroffen sind Trainingsmaterial, Fussbälle und Schuhe. Teammanager Thomas Tuchel zeigte sich verärgert: „Wir müssen nun kurzfristig Ersatz beschaffen. Das ist eine unnötige Ablenkung.“ Die Polizei ermittelt. England startet am Mittwoch gegen Kroatien.

USA überrollt Paraguay

Co-Gastgeber USA feierte einen souveränen 4:1-Auftaktsieg gegen Paraguay. Bereits in der 8. Minute brachte ein Eigentor von Bobadilla die Amerikaner in Führung. Balogun legte nach (31., 45.) und sorgte mit einem Doppelpack für die Entscheidung. Paraguay verkürzte durch Mauricio (73.), ehe Reyna in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte (90.+8). Christian Pulisic wurde nach starker Vorarbeit zur Pause geschont. Das Team von Mauricio Pochettino zeigte vor 70.000 Fans im Los-Angeles-Stadion eine dominante Leistung.

Kapitän Pulisic bereitete die ersten beiden Tore vor und wurde dann ausgewechselt, um Kräfte zu sparen. Die zweite Halbzeit verlor an Tempo, aber der Sieg war nie gefährdet. Damit starten die USA optimal in das Turnier, in dem sie auch auf Kanada und Bosnien-Herzegowina treffen.

Fifa erklärt leere Ränge in Mexiko

Beim Spiel Südkorea gegen Tschechien in Zapopan waren viele Plätze leer. Die Fifa erklärte, dass die offizielle Zuschauerzahl von 44.985 (bei 45.664 Kapazität) korrekt sei. Fans hätten das Spiel lieber stehend im Umlauf der Tribüne verfolgt. Die Begründung stiess auf Skepsis, aber die Fifa hielt daran fest. Die Diskrepanz zwischen TV-Bildern und offiziellen Zahlen bleibt ein Diskussionsthema.

Infantino macht sich über Italien lustig

Fifa-Präsident Gianni Infantino sorgte mit einer Aussage für Wirbel. Im Interview mit CazéTV schlug er vor, die WM auf 64 Teams aufzustocken – und fügte grinsend hinzu: „Vielleicht qualifiziert sich Italien dann, oder wir gehen auf 228 Teams.“ Italien hatte zum dritten Mal in Serie die WM-Qualifikation verpasst. Der italienische Sportminister Andrea Abodi kündigte ein Gespräch mit Infantino an und zeigte sich irritiert.

Kanada erkämpft Remis

Gastgeber Kanada kam gegen Bosnien-Herzegowina nicht über ein 1:1 hinaus. Die Kanadier lagen früh zurück und rannten lange vergeblich an. Erst der eingewechselte Cyle Larin rettete in der Schlussphase den Ausgleich. Das Spiel war geprägt von hitzigen Zweikämpfen und wenig Spielfluss. Kanada muss nun im nächsten Spiel gegen die USA punkten, um noch Chancen aufs Achtelfinale zu wahren.

Neymar fehlt Brasilien zum Auftakt

Brasilien muss im ersten Gruppenspiel gegen Marokko auf Superstar Neymar verzichten. Der 34-Jährige laboriert an einer Wadenverletzung. Trainer Carlo Ancelotti hofft, dass Neymar in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen kann. Er wurde trotz langer Pause nominiert, um Erfahrung in die junge Mannschaft zu bringen. Vinícius Júnior bezeichnete Neymar als Idol. Ohne Neymar ist Brasilien dennoch Favorit, aber die Abhängigkeit vom Ausnahmespieler ist gross.

Ghana-Profi Partey darf nicht nach Kanada

Thomas Partey, ghanaischer Nationalspieler, wurde die Einreise nach Kanada verweigert. Grund sind Visa-Probleme im Zusammenhang mit einem laufenden Gerichtsverfahren wegen Missbrauchsvorwürfen. Partey bestreitet die Vorwürfe. Er darf nicht am ersten Gruppenspiel gegen Kanada teilnehmen. Der ghanaische Verband zeigte sich enttäuscht, respektiert aber die Entscheidung der Behörden.

Längster Goalschrei ohne Atemzug

Der rumänische Kommentator Ilie Dobre ist für seinen extrem langen „Goool“-Schrei bekannt. Bei der WM sorgte er wieder für Aufsehen, indem er nach einem Treffer Mexikos 42,3 Sekunden durchhielt – trotz ärztlicher Warnungen. Seine Familie sorgt sich, aber Dobre will weitermachen: „Die Emotionen überwältigen mich einfach.“

Jiménez trifft per Kopf – 4. WM mit 35

Der mexikanische Stürmer Raúl Jiménez erzielte beim 1:0-Auftaktsieg gegen Südafrika sein erstes WM-Tor. Es war zugleich eine emotionale Geschichte: Jiménez hatte 2020 einen schweren Schädelbruch erlitten und notoperiert werden müssen. Nun traf er per Kopf, ausgerechnet mit dem Körperteil, das ihm fast das Leben gekostet hätte. Das Stadion in Mexiko-Stadt feierte ihn als Helden.

Puma-Shirt zerrissen – Déjà-vu für Tschechien

Im Spiel Tschechien gegen Südkorea riss das Trikot von Pavel Sulc, als ein Gegenspieler daran zerrte. Das Shirt der Marke Puma hielt nicht stand. Das erinnerte an das berüchtigte „Trikotgate“ der Schweizer EM 2016, die ebenfalls von Puma ausgerüstet waren. Der Vorfall sorgte für Lacher und Diskussionen über die Qualität der Ausrüstung.

Sulc bemerkte den Riss zunächst nicht, wollte den Freistoss schnell ausführen. Der Schiedsrichter schickte ihn zum Trikotwechsel. Ob Puma nachbessert, bleibt abzuwarten.

Deutsches Team finanziert Fan-Busse

Die deutsche Nationalmannschaft hat angekündigt, für das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador kostenlose Busse für 600 Fans zu finanzieren. Grund sind die hohen Preise für öffentliche Verkehrsmittel in New York. Die Verkehrsgesellschaft NJ Transit hatte die Sondertickets auf 150 Dollar erhöht, nach Kritik auf 98 Dollar gesenkt – immer noch weit über dem Normalpreis von 12,90 Dollar. DFB-Sportdirektor Rudi Völler kritisierte die Fifa-Ticketpreise scharf. Die Aktion kommt bei den Fans gut an.

Krawalle rund um Eröffnungsspiel

Vor dem Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika kam es zu schweren Ausschreitungen vor dem Azteca-Stadion. Rund 1600 Demonstranten, darunter Angehörige von Vermissten des Drogenkriegs, lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Steine und Fackeln flogen, die Polizei setzte Tränengas ein. Die Regierungschefin Clara Brugada Molina hatte die Proteste toleriert. Im Stadion begann derweil die Show mit Shakira. Der Kontrast zwischen Gewalt draussen und Feierlaune drinnen war gross.

Eröffnungsfeier kurz und ohne Infantino-Rede

Die Eröffnungsfeier im Azteca-Stadion dauerte nur 15 Minuten statt der angekündigten 90. Shakira, J Balvin und Andrea Bocelli traten auf. Fifa-Chef Infantino hielt sich überraschend zurück – zur Erleichterung vieler. SRF-Kommentator Sascha Ruefer erlaubte sich einen Seitenhieb gegen Italien, das nicht qualifiziert ist. Die Feier war charmant kurz, aber einigen zu knapp.

Somalischer Schiedsrichter leitet Supercup

Der von den USA abgewiesene Schiedsrichter Omar Artan darf den europäischen Supercup zwischen PSG und Aston Villa pfeifen. Die Uefa nominierte ihn als Zeichen der Solidarität. Artan war wegen angeblicher Terrorverbindungen abgewiesen worden, was weltweit Kritik auslöste. Die Uefa lobte seine Qualitäten. Artan freute sich über die Chance.

Haiti muss Trikot ändern – Schlachtszene verboten

Die Fifa verbot Haiti, sein WM-Trikot mit einer aufgedruckten Schlachtszene aus dem Unabhängigkeitskrieg zu tragen. Der Hersteller Saeta hatte die Grafik als Hommage entworfen, aber die Fifa verbietet politische oder kriegerische Symbole. Haiti muss nun kurzfristig ein neues Design anfertigen. Der Verband bedauerte die Entscheidung, respektierte sie aber.”, }


Source: Tages-Anzeiger News


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