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Scarlett Johansson glaubt nicht an eine Work-Life-Balance

May 25, 2026  Twila Rosenbaum  5 views
Scarlett Johansson glaubt nicht an eine Work-Life-Balance

Scarlett Johansson, bekannt aus Marvel-Blockbustern und aktuell in „Jurassic World Rebirth“ zu sehen, hat in der Show „CBS Sunday Morning“ über die Herausforderungen ihres Alltags gesprochen. Die 41-jährige Schauspielerin, die laut Forbes im Jahr 2025 rund 36 Millionen Euro verdiente und damit als bestbezahlte Schauspielerin des Jahres gilt, betonte: „Ich denke, es tatsächlich zu akzeptieren, dass es keine Work-Life-Balance gibt, ist der erste Schritt, ihr ein Stück näherzukommen – weil sie schlichtweg nicht möglich ist. Es gibt immer irgendwo ein Defizit.“

Diese Aussage überrascht angesichts ihres vollen Terminkalenders kaum. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Produzentin führt sie eine Ehe mit dem Comedian und Autor Colin Jost, den sie im Oktober 2020 heiratete. Gemeinsam haben sie einen Sohn, Cosmo, der im August 2021 zur Welt kam. Aus ihrer früheren Beziehung mit dem französischen Journalisten Romain Dauriac stammt ihre Tochter Rose. Hinzu kommt der Aufbau ihrer eigenen Beautymarke, die sie parallel zu Filmprojekten vorantreibt.

Der Mythos der perfekten Balance

Johansson ist nicht die erste prominente Stimme, die die Work-Life-Balance als unrealistisch bezeichnet. Viele berufstätige Eltern, insbesondere Mütter, kämpfen mit den Erwartungen, in allen Lebensbereichen gleichermaßen erfolgreich zu sein. Die Schauspielerin plädiert für eine realistischere Sichtweise: „Wenn du zu 75 Prozent als Elternteil erfolgreich bist – wenn du 75 Prozent davon richtig machst, dann gewinnst du.“ Diese 75-Prozent-Regel hat sie von einer Freundin übernommen und findet sie befreiend. Es gehe nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, präsent zu sein, wenn es darauf ankommt.

Karriere und Familie im Spannungsfeld

Johansson begann ihre Karriere bereits als Kind und wurde durch Filme wie „Lost in Translation“ und „Match Point“ zum Star. Ihr Durchbruch im Marvel Cinematic Universe als Black Widow machte sie weltberühmt. Trotz ihres Erfolgs offenbarte sie kürzlich der New York Times, dass sie nie für ihre Traumrolle gecastet wurde – eine Rolle, die sie sich seit ihrer Jugend wünschte. Diese Erfahrung lehrte sie, dass Erfolg nicht alles ist und dass manche Türen einfach geschlossen bleiben, egal wie hart man arbeitet.

Die Balance zwischen Beruf und Privatleben wird für Johansson durch die Unterstützung ihres Mannes erleichtert. Colin Jost, der durch „Saturday Night Live“ bekannt wurde, teilt sich die Erziehungsaufgaben und versteht die Anforderungen des Showbusiness. Dennoch gibt es Tage, an denen alles schiefläuft. „Manchmal bin ich nicht die beste Mutter, manchmal nicht die beste Schauspielerin – und das ist okay“, sagte sie im Interview.

Feminismus und Selbstfürsorge

Die 75-Prozent-Regel ist auch ein Statement gegen den Perfektionsdruck, dem vor allem Mütter ausgesetzt sind. Johansson betonte, dass sie gelernt habe, nachsichtiger mit sich selbst zu sein. „Früher dachte ich, ich müsste alles unter einen Hut bekommen – Haushalt, Kinder, Karriere, Ehe. Das ist unmöglich. Heute priorisiere ich anders.“ Sie ermutigt andere Eltern, sich nicht von Social-Media-Bildern täuschen zu lassen, die scheinbar perfekte Leben zeigen.

Ihre Beautymarke, die sie vor einigen Jahren launchte, ist ein weiteres Projekt, das Zeit und Energie fordert. Doch sie sieht darin auch eine Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken und gleichzeitig ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. „Ich will meinen Kindern zeigen, dass man Leidenschaft verfolgen kann, ohne sich selbst zu verlieren“, erklärte sie.

Ein Blick auf die Filmkarriere

Aktuell ist Johansson im Kino mit „Jurassic World Rebirth“ zu sehen, einem weiteren großen Franchise, das ihr weltweite Anerkennung eingebracht hat. Doch sie spricht auch über die Schattenseiten des Ruhms: „Man wird ständig beurteilt – ob als Schauspielerin, als Mutter oder als Frau. Das kann sehr belastend sein.“ Sie findet Trost in ihrer Familie und in der Gewissheit, dass nicht jeder Moment perfekt sein muss.

Ihre Ehe mit Colin Jost beschreibt sie als stabilisierenden Faktor. „Er bringt mich zum Lachen, auch wenn ich gestresst bin. Das ist unbezahlbar.“ Zusammen genießen sie die Zeit mit ihren Kindern, auch wenn der Alltag oft chaotisch ist. „Wir kochen zusammen, gehen spazieren, schauen Filme – die einfachen Dinge sind die besten“, so Johansson.

Erziehung im Rampenlicht

Als Mutter im öffentlichen Interesse steht Johansson ständig unter Beobachtung. Sie betont, dass sie versuche, ihre Kinder so normal wie möglich aufwachsen zu lassen. „Sie wissen, dass ich Schauspielerin bin, aber sie haben kein Interesse an Berühmtheit. Cosmo mag Dinosaurier, Rose liebt Pferde – ganz normale Kinder.“ Dennoch ist ihr bewusst, dass sie eine Vorbildfunktion hat. „Ich möchte ihnen Werte wie Respekt, Ehrlichkeit und Mitgefühl vermitteln, aber auch zeigen, dass Fehler menschlich sind.“

Der Druck, eine „perfekte Mutter“ zu sein, wird von der Gesellschaft oft verstärkt. Johansson hält dagegen: „Niemand ist eine perfekte Mutter. Jeder hat Momente des Zweifels. Wichtig ist, dass man weitermacht und sein Bestes gibt.“ Ihre 75-Prozent-Regel nimmt den Druck raus und erlaubt es ihr, auch mal zu scheitern, ohne sich schlecht zu fühlen.

Zukunftsperspektiven

Johansson plant, weiterhin in großen und kleinen Projekten zu arbeiten. Sie hat mehrere Filme in der Pre-Produktion, darunter ein Drama über eine Journalistin in den 1970ern. Auch ihre Beautymarke soll weiter wachsen, mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Tierversuchs-freie Produkte. „Ich will nicht, dass mein Vermächtnis nur die Filme sind. Ich will etwas aufbauen, das meine Kinder stolz macht“, erklärte sie.

Ihre Aussagen über die Work-Life-Balance haben viele Fans berührt. In sozialen Medien wird die 75-Prozent-Regel diskutiert, und viele Eltern fühlen sich verstanden. „Es ist erfrischend, eine erfolgreiche Frau zu hören, die zugibt, dass sie nicht alles perfekt machen kann“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. Johansson selbst sieht die Diskussion als Chance, den Dialog über Erwartungen und Selbstfürsorge zu öffnen.

Hintergrund: Scarlett Johansson im Fokus

Geboren 1984 in New York City, begann Johansson ihre Schauspielkarriere bereits als Neunjährige. Ihr erster großer Erfolg war der Film „The Horse Whisperer“ (1998). Es folgten Oscar-Nominierungen für „Lost in Translation“ und „Marriage Story“. Seit 2010 spielte sie in mehreren Marvel-Filmen die Rolle der Natasha Romanoff, besser bekannt als Black Widow. Ihr Vermögen wird auf über 150 Millionen Dollar geschätzt.

Neben der Schauspielerei engagiert sich Johansson politisch und sozial. Sie unterstützt Organisationen wie Oxfam und Plan International und setzt sich für die Rechte von Frauen und Kindern ein. Ihr Einsatz für Gleichberechtigung spiegelt sich auch in ihrer Arbeit wider. So produzierte sie den Film „Black Widow“ mit, um sicherzustellen, dass die weibliche Perspektive im Vordergrund stand.

Trotz ihres Erfolgs bleibt Johansson bodenständig. Sie lebt mit ihrer Familie in New York und versucht, ein normales Leben zu führen. Ihre Offenheit über die Herausforderungen des Alltags macht sie für viele Menschen greifbar und sympathisch.


Source: Promiflash.de News


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