Neue Gerüchte!: Wann kommt die WWE wieder nach Deutschland?
Während ganz Europa die WWE-Stars feiert, schauen deutsche Fans derzeit nur zu. Italien, Spanien, Frankreich, England, Polen – überall macht die Wrestling-Liga Station. Nur Deutschland fehlt auf der Landkarte. Wir verfolgen die Shows am Bildschirm – etwa heute Abend bei „RAW“ aus Paris live bei BILD. Kein Wunder, dass eine Frage immer lauter wird:
Wann kommt die WWE endlich zurück nach Deutschland?
Die Sehnsucht ist riesig. Erst im Januar sorgte die WWE bei „SmackDown“ in Berlin und „RAW“ in Düsseldorf für Begeisterung. Vor allem die Hauptstadt erlebte einen historischen Abend, als Drew McIntyre sensationell den World Title gewann. Seitdem herrscht allerdings Funkstille. Offiziell hat die WWE bislang keine neuen Deutschland-Termine angekündigt. Doch das bedeutet nicht automatisch schlechte Nachrichten.
Traditionell veröffentlicht die WWE die nächsten Europa-Daten oft erst gegen Ende einer laufenden Tour. Genau deshalb müssen sich die Fans aktuell noch gedulden. Nach „RAW“ in Paris geht es für die Superstars zunächst zurück in die USA. Erst am 20. Juni kehrt die WWE nach Europa zurück – mit einer Live-Show in Wales. Danach folgen „RAW“ und „SmackDown“ aus London, ehe die gesamte Karawane weiter nach Saudi-Arabien reist. Und genau dort wird es plötzlich interessant.
Deutschland-Hoffnung lebt!
Bereits Ende 2025 stand intern fest, dass die WWE im Jahr 2026 gleich drei Großveranstaltungen in Saudi-Arabien austragen wird. Der „Royal Rumble“ fand im Januar statt, „Night of Champions“ am 27. Juni. Eine Show fehlt also noch. Und genau diese Veranstaltung könnte deutschen Fans Hoffnung machen. Denn traditionell findet das dritte Saudi-Event meist im November statt. In den vergangenen Jahren kombinierte die WWE ihre Saudi-Reisen häufig mit mehreren Europa-Terminen. Die Rechnung ist simpel: Wenn die Superstars ohnehin über den Atlantik fliegen, lohnt sich ein längerer Europa-Aufenthalt wirtschaftlich deutlich mehr.
Historischer Kontext: WWE in Deutschland
Die WWE hat in Deutschland eine treue Fangemeinde, die bis in die 1990er-Jahre zurückreicht. Damals wurden die Shows des damaligen World Wrestling Federation (WWF) im Fernsehen ausgestrahlt – zunächst auf DSF, später auf Tele 5 und RTL. Die erste deutsche Live-Show fand 1997 in Frankfurt statt, mit Legenden wie The Undertaker, Shawn Michaels und Steve Austin. Seitdem ist die Beziehung zwischen WWE und deutschen Fans gewachsen, auch wenn die Liga oft Jahre zwischen den Besuchen verstreichen ließ.
Besonders prägend war das Jahr 2024, als die WWE mit „Bash in Berlin“ erstmals ein Premium-Live-Event in Deutschland veranstaltete. Das ausverkaufte Stadion zeigte das enorme Potenzial des Marktes. Wenige Monate später, im Januar 2026, kamen „SmackDown“ und „RAW“ in die Hauptstadt und nach Düsseldorf – ein Novum für reguläre TV-Shows. Doch seitdem ist Stille eingekehrt, und die Fans fragen sich, warum Deutschland bei der aktuellen Europa-Tour übergangen wird.
Wirtschaftliche und logistische Überlegungen
Die WWE operiert nach strengen betriebswirtschaftlichen Kriterien. Eine Tour durch Europa ist teuer: Anreise, Hotel, Arena-Mieten, lokale Crews. Daher werden oft mehrere Termine in derselben Region gebündelt, um die Kosten zu senken. Die aktuellen Shows in Italien, Spanien, Frankreich, England und Polen bilden eine logistische Kette. Deutschland fehlt in dieser Route, weil es geografisch und zeitlich nicht in den Zeitplan passte – vermutlich, weil die Termine bereits vor Monaten festgelegt wurden, bevor der Erfolg der Januar-Shows vollständig analysiert war.
Hinzu kommt, dass die WWE ihre TV-Produktionen zunehmend internationalisiert. Während „RAW“ und „SmackDown“ lange fast ausschließlich aus den USA kamen, gibt es heute regelmäßig Ausgaben aus Europa. Das bedeutet aber auch eine höhere Planungskomplexität. Jeder Standort muss die technischen Anforderungen erfüllen: TV-taugliche Beleuchtung, Kamera-Winkel, Backstage-Bereiche und eine lokale Produktionsfirma. Berlin und Düsseldorf haben diese Prüfung bereits bestanden, was ihre Chancen für eine Rückkehr erhöht.
Städte-Kandidaten: Wer bekommt den Zuschlag?
Die große Frage lautet nur: Welche Stadt bekommt den Zuschlag? Berlin gilt nach dem Erfolg von „Bash in Berlin“ und der TV-Aufzeichnung Anfang des Jahres weiterhin als heißer Kandidat. Besonders spannend wäre ein erstes reguläres „RAW“ aus der Hauptstadt. Aber auch Köln, Hamburg oder München dürften ihre Chancen haben. Denn bislang gingen sie bei den TV-Shows leer aus. Köln ist die Medienhauptstadt Deutschlands und hat mit der Lanxess Arena eine bewährte Wrestling-Location – dort fanden bereits Shows von WWE und AEW statt. Hamburg bietet mit der Barclays Arena ebenfalls beste Voraussetzungen, und München könnte mit dem Olympiapark eine spektakuläre Kulisse bieten. Noch ist nichts entschieden, aber die Spekulationen laufen heiß.
Die Stars, auf die die Fans warten
Im Mittelpunkt der Sehnsucht stehen die größten WWE-Superstars. Roman Reigns, der langjährige „Tribal Chief“ und Undisputed WWE Universal Champion, hat in Deutschland eine riesige Fanbase – sowohl als Heel als auch als Face. Rhea Ripley, die „Mami“ des Women’s Roster, begeisterte in Bologna und würde in Berlin oder Köln ähnliche Reaktionen hervorrufen. Drew McIntyre, der in Berlin den World Title gewann, ist ein absoluter Publikumsliebling. Dazu kommen Legenden wie Cody Rhodes, Seth Rollins und Becky Lynch, die jedes Event zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Doch es geht nicht nur um die bekannten Gesichter. Die WWE baut kontinuierlich neue Stars auf: Dominik Mysterio, LA Knight, Bron Breakker und Tiffany Stratton – sie alle haben das Potenzial, in Deutschland Kultstatus zu erreichen. Die deutschen Fans sind für ihre leidenschaftliche, aber faire Unterstützung bekannt, was die Shows für die Talente besonders reizvoll macht. Ein Comeback in Deutschland wäre daher nicht nur für die Zuschauer wichtig, sondern auch für die WWE selbst, um die Bindung zu diesem Markt zu stärken.
Termin-Spekulationen: November 2026 als wahrscheinlichster Zeitpunkt
Die derzeit plausibelste Annahme ist, dass die WWE im November 2026 nach Deutschland zurückkehrt. Die Saudi-Show (das dritte Event des Jahres) wird erfahrungsgemäß im November ausgetragen. In den Vorjahren (2024, 2025) kombinierte die WWE die Saudi-Reise mit Shows in Großbritannien, Frankreich oder den Niederlanden. Warum also nicht Deutschland? Die Nähe zu Saudi-Arabien ist zwar kein direkter Faktor, aber die Möglichkeit, eine mehrwöchige Europa-Tour an die Saudi-Veranstaltung anzuhängen, senkt die Kosten pro Event erheblich.
Ein weiterer Hinweis: Die WWE veröffentlicht ihre Touren meist nur drei bis vier Monate im Voraus. Falls also eine Deutschland-Show im November geplant ist, wäre eine Ankündigung im August oder September zu erwarten. Bis dahin bleibt den Fans nur Geduld – und die Hoffnung, dass Roman Reigns, Rhea Ripley und die größten WWE-Stars der Welt schon bald wieder deutschen Boden betreten. In den sozialen Medien wird bereits spekuliert, ob die Veranstaltung live auf „WWE Network“ oder „Peacock“ übertragen wird, was die Bedeutung unterstreichen würde.
Ausblick: Warum Deutschland für die WWE unverzichtbar ist
Der deutsche Wrestling-Markt ist einer der größten in Europa. Mit über 80 Millionen Einwohnern, einer hohen Kaufkraft und einer treuen Fanbasis ist er strategisch wichtig. Die WWE hat dies erkannt – nicht zuletzt durch den Erfolg von „Bash in Berlin“, das in der Rückschau als eine der besten internationalen Shows des Jahres galt. Auch die TV-Zahlen in Deutschland sind stabil: „RAW“ und „SmackDown“ werden bei BILD und anderen Sendern ausgestrahlt und erreichen regelmäßig sechsstellige Zuschauerzahlen.
Hinzu kommt das Merchandising-Umsatzpotenzial. Deutsche Fans kaufen WWE-Actionfiguren, T-Shirts und Sammelkarten in großer Menge. Eine Live-Show in Deutschland würde die lokale Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig die Fanloyalität stärken. Es wäre daher keine Überraschung, wenn die WWE bald mehrere Städte in Deutschland ansteuern würde – vielleicht sogar eine kleine Tour mit drei bis vier Terminen, ähnlich der diesjährigen Europa-Reise.
Bis zur offiziellen Ankündigung bleibt die Vorfreude groß. Die Gerüchteküche brodelt, und Insider deuten an, dass die Verhandlungen in der finalen Phase sein könnten. Was wir wissen: Die WWE plant langfristig, und Deutschland spielt dabei eine zentrale Rolle. Der nächste Besuch ist nicht mehr eine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann. Und alles spricht für den Herbst 2026.
Source: bild.de News